Leistungsbeschreibung flexible ambulante Erziehungshilfe „Gemeinsam Stark“

Titel des Leistungsangebots:

Ambulante flexible Hilfe auf der Basis von Fachleistungsstunden: 

Anbieter:

„Gemeinsam Stark“, Haus Donk 3, 47918 Tönisvorst

Rechtsgrundlage:

§ 27 i. V. m. § 31 SGB VIII

Ziele des Leistungsangebots

  • Betreuung und Begleitung von Familien bei
    • Erziehungsaufgaben
    • Bewältigung von Alltagsproblemen
    • Lösung von Konflikten und Krisen
    • Kontakten mit Ämtern und Institutionen
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Sicherung oder Wiederherstellung der Erziehungsfunktion der Familien durch Verbesserung des Erziehungsverhaltens
    • Verbesserung der Interaktion und Kommunikation der Familienmitglieder
    • Verbesserung der Rahmenbedingungen in der und um die Familie
  • Aktivierung der Selbsthilfefähigkeit der Familie und der Stärkung der Problemlösungskräfte und der eigenen Ressourcen in der Familie
  • Arbeiten im familiären System
    • Elterngespräche und Gruppenarbeit zur Wiedererlangung der Erziehungskompetenz
    • Klärung der Positionen und Haltungen in der Familie auch durch therapeutische Interventionen, welche die Beteiligten eine Veränderung von belasteten Positionen und Haltungen ermöglicht
  • Bewältigung von Entwicklungsproblemen unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes
    • Abbau von Problemen und Defiziten im Bereich sozialer und emotionaler Entwicklung
    • Entwicklung einer tragfähigen Lern- und Leistungsmotivation
    • Aufbau/Wiederherstellen tragfähiger sozialer Kontakte
  • Aktivierung der Ressourcen und der Unterstützung durch das soziale Umfeld
    • Verselbständigung unter Einhaltung des Lebensbezugs zur Familie
    • Entwicklung einer Lebensperspektive auf der Basis eigener Ziele und Fähigkeiten
    • Entwicklung/Befähigung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit
    • Erlangen von Kontakt-, Beziehungs-, Gruppen- und Konfliktfähigkeit
    • Alltag und Tagesablauf planen, Strukturieren und umsetzen können
    • Befähigung zum verantwortlichen Umgang mit vorhandenen Finanzen
    • Herstellen/Wiederherstellen tragfähiger Familienbeziehungen
  • Aufarbeiten von delinquentem Verhalten
    • angemessenes Leistungsverhalten in Schule, Ausbildung und Arbeit

Zielgruppe des Leistungsangebots:

  • Familien, bei denen eine Fremdunterbringung der Kinder vermieden werden soll 
  • Familien, die Hilfen bei der Erziehung und Förderung ihrer Kinder brauchen
  • Familien mit Kindern, die Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensprobleme im sozialen, emotionalen und schulischen Bereich haben
  • Familien mit seelisch behinderten Kindern, die Unterstützung und Beratung bei der Erziehung und Förderung brauchen
  • Familien mit unzureichender Erziehungskompetenz 
  • Kinderreiche Familien, die Entlastung und Unterstützung im Alltag brauchen
  • Familien mit Kleinkindern, die gezielte Unterstützung (Anleitung und Beratung) bei der Erziehung und Förderung der Kinder brauchen
  • Jugendliche und junge Erwachsene, die Hilfe zur Verselbständigung brauchen, die in der Region bleiben wollen/sollen und bei denen eine Fremdunterbringung nicht sinnvoll ist und Vorbereitung auf die Arbeitswelt brauchen

Konkretisierung pädagogischer Leistung differenziert nach direkten und indirekten Tätigkeiten:

  • Die pädagogische Arbeit orientiert sich an den Bedürfnissen, Notwendigkeiten und Ressourcen der Familien oder Jugendlichen.
  • Die Ziele der pädagogischen Arbeit, der Umfang der Betreuung und evtl. besondere Methoden werden im Hilfeplan festgelegt.
  • Die Arbeit mit der ganzen Familie oder den Eltern findet in der Regel im Zuhause der Familie statt.
  • Die Maxime der Hilfe zur Selbsthilfe bestimmt die pädagogische Handlungsweise in der Familie, die beabsichtigt, Ressourcen zu erschließen und Eltern zu aktivieren und ihre Rolle im Familiensystem in angemessener Weise zu übernehmen. Methodische Vorgehensweise können dabei sein:
    • Den Blick von außen auf die Situation in der Familie oder die Perspektive des Kindes zu vermitteln  (z. B.: durch zirkuläres Fragen)
    • Stärken aller oder Einzelner zu benennen und nutzbar zu machen (Visualisieren auf „Stärkekarten“)
    • Absprachen zu treffen und ihre Umsetzung zu reflektieren („Aufgabenplan“, „Hausaufgaben“)
    • Erlebtes Verhalten der Klienten zu interpretieren (Deutungen anbieten)
    • Konfliktlösungsmuster einzuüben („Familienkonferenzen“ moderieren) 
    • Erziehungsberatung zu konkreten Problemstellungen zu geben
    • Hilfe und Unterstützung bei der Wahrnehmung von Außenkontakten (Ämter, Schulen Ärzte) zu bieten 
    • Unterstützung in alltagspraktischen Dingen (Gesundheitsfürsorge, Hygiene, Finanzplanung) zu leisten
    • Anregung zu geben, alte Verhaltensmuster zu durchbrechen (paradoxe Intervention)
  • Bei der Arbeit mit einem Kind oder Jugendlichen wird der häusliche Rahmen auch verlassen.
  • Im Zentrum der Aufmerksamkeit  stehen hier die Entwicklung zu mehr Selbständigkeit und Rollenfindung und die Förderung von angemessenem Leistungsverhalten in Schule, Ausbildung und Beruf.
  • Methodische Ansätze, die neben oben genannten berücksichtigt werden sind:
    • Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis der eigenen Möglichkeiten und Grenzen (Erlebnispädagogische Aktivitäten) 
    • dem Kind/Jugendlichen den Zugang zum eigenen Verhalten ermöglichen („Spiegeln“)
    • Umgang mit Konflikten und Aggressionen einüben (Anti-Aggressions-Training)

Personelle Ausstattung:

Die flexible ambulante Erziehungshilfe wird durch oben genannten Träger durchgeführt.

Räumliche Ausstattung:

  • Die Arbeit mit der ganzen Familie oder den Eltern findet in der Regel im häuslichen Umfeld der Familie statt.
  • Bei der Arbeit mit einem Kind oder Jugendlichen wird der häusliche Rahmen auch verlassen.

Methodeneinsatz:

Die Maxime der Hilfe zur Selbsthilfe bestimmt die pädagogische Handlungsweise in der Familie, die beabsichtigt, Ressourcen zu erschließen und Eltern zu aktivieren und ihre Rolle im Familiensystem in angemessener Weise zu übernehmen. Methodische Vorgehensweise können dabei sein:

  • Den Blick von außen auf die Situation in der Familie oder die Perspektive des Kindes zu vermitteln  (z. B.: durch zirkuläres Fragen)
  • Stärken aller oder Einzelner zu benennen und nutzbar zu machen (Visualisieren auf „Stärkekarten“)
  • Absprachen zu treffen und ihre Umsetzung zu reflektieren („Aufgabenplan“, „Hausaufgaben“)
  • Erlebtes Verhalten der Klienten zu interpretieren (Deutungen anbieten)
  • Konfliktlösungsmuster einzuüben („Familienkonferenzen“ moderieren) 
  • Erziehungsberatung zu konkreten Problemstellungen zu geben
  • Hilfe und Unterstützung bei der Wahrnehmung von Außenkontakten (Ämter, Schulen Ärzte) zu bieten 
  • Unterstützung in alltagspraktischen Dingen (Gesundheitsfürsorge, Hygiene, Finanzplanung) zu leisten
  • Anregung zu geben, alte Verhaltensmuster zu durchbrechen (paradoxe Intervention)
  • Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis der eigenen Möglichkeiten und Grenzen (Erlebnispädagogische Aktivitäten) 
  • dem Kind/Jugendlichen den Zugang zum eigenen Verhalten ermöglichen („Spiegeln“)
  • Umgang mit Konflikten und Aggressionen einüben (Anti-Aggressions-Training)

Dokumentation:

Dem Jugendamt wird vor jedem Hilfeplangespräch eine schriftliche Vorbereitung zugestellt.

Fortbildung und Supervision:

Es werden regelmäßig Fortbildungen und Supervisionen besucht.

Konzept Krisenmanagement:

Die Familien werden im Vorfeld intensiv auf eine Krisensituation vorbereitet. 

  • Anlaufstellen einer pädagogischen Ambulanz
  • Kontaktaufnahme ärztlicher Notdienst
  • Notbereitschaft Jugendamt
  • Polizeilicher Notruf

Konzept Beschwerdemanagement:

Sollte die Arbeit mit der Familie oder dem Kind nicht mögliche sein, wird zusammen mit dem Jugendamt nach neuen Ideen oder Möglichkeiten gesucht.

Die Familie hat jederzeit die Möglichkeit sich beim zuständigen Jugendamt zu beschweren.